Abmahnung Wuppertal

Die Abmahnung stellt sicherlich eines der relevantesten Themen im Arbeitsrecht dar, denn schließlich ist sie in vielen Fällen die Ankündigung für eine verhaltensbedingte Kündigung. Oder war der Verstoß gegen die arbeitsvertragliche Vereinbarung so gravierend, dass eine Abmahnung hinfällig und stattdessen direkt eine fristlose Kündigung bzw. außerordentliche Kündigung ausgesprochen werden konnte?

Arbeitnehmer wie auch Arbeitgeber sind gleichermaßen gut beraten, sich beim Thema Abmahnung frühzeitig an einen Rechtsanwalt zu wenden. Das Arbeitsrecht ist eine komplexe Rechtsmaterie und jeder einzelne Rechtsfall muss individuell betrachtet werden. Im Raum Wuppertal können sich Ratsuchende an Rechtsanwalt Hans-Christian Reiter aus der Kanzlei "Körner Reiter Beckmann" wenden.


Sinn und Zweck einer Abmahnung - Rechtsanwalt Wuppertal

Bei einer Abmahnung handelt es sich um eine Verhaltensrüge, die mit der Ankündigung der Kündigung im Wiederholungsfall verbunden ist. Eine Abmahnung soll die jeweils andere Vertragspartei (meist den Arbeitnehmer) auf Fehlverhalten hinweisen und hat somit einen erzieherischen Charakter. Sie muss den Vorwurf sehr genau nach Art, Zeit und Ort bezeichnen. Wird z. B. nur "unmögliches Verhalten in den letzten Wochen" gerügt, so ist das zu unkonkret. Abmahnungen sollten Sie grundsätzlich sehr ernst nehmen, schließlich sind sie in vielen Fällen Voraussetzung für ein späteres Kündigungsschreiben.

Jedoch mussten wir in unserer Tätigkeit als Rechtsanwälte regelmäßig feststellen, dass Abmahnungen von manchem Arbeitgeber gerne als Druckmittel eingesetzt werden und der somit eigentlich erzieherische Zweck verzerrt wird. In unserer Kanzlei in Wuppertal ist Rechtsanwalt Hans-Christian Reiter - zugleich Fachanwalt für Arbeitsrecht - Ihr Ansprechpartner rund um Arbeitsrecht, Abmahnung und weitere Themen aus diesem Rechtsgebiet.


Formelle Voraussetzungen für eine Abmahnung - Arbeitsrecht Wuppertal

Für eine rechtskräftige Abmahnung müssen diverse formelle Voraussetzungen erfüllt sein. Im Detail:

  • Die Abmahnung muss konkret formuliert sein
  • Der Abmahnende muss die Richtigkeit des Inhalts nachweisen
  • Die Abmahnung muss dem Abgemahnten zugegangen sein
  • Die Abmahnung muss verhältnismäßig sein

Hingegen nicht relevant ist die Form der Abmahnung - diese kann gleichermaßen mündlich wie auch schriftlich (auf Papier oder in digitaler Form) ausgesprochen werden. Rechtsanwalt und Fachanwalt Hans-Christian Reiter empfiehlt aber grundsätzlich die Schriftform einer mündlichen Abmahnung vorzuziehen.

Denn nur mündlich abgemahnt lässt sich die Richtigkeit des Inhalts zu einem späteren Zeitpunkt (z. B. in einem rechtlichen Verfahren) nicht sinnvoll beweisen. Es steht dann meist Aussage gegen Aussage. Rechtsanwalt Reiter aus Wuppertal übernimmt für Arbeitnehmer gerne die Prüfung einer erhaltenen Abmahnung auf etwaige Schwachpunkte. Genauso kann er auch die Arbeitgeberseite beim Aufsetzen einer zielführenden Abmahnung unterstützen.


Berechtigung zur Abmahnung - Wer darf überhaupt abmahnen?

Eine weitere spannende Frage ist sicherlich: Wer ist überhaupt zum Ausspruch einer Abmahnung berechtigt? Darf jeder jeden abmahnen? - Nein, das ist nicht vorgesehen. Vielmehr ist es so, dass alle Personen mit Weisungsbefugnis ihnen unterstellte Personen wirksam abmahnen können. Das heißt, neben der Geschäftsführung selbst, dürften z. B. auch Abteilungsleiter oder Betriebsleiter eine Abmahnung gegen Angestellte aussprechen. In vielen Fällen wird dieser Verwaltungsvorgang jedoch von der Personalabteilung durchgeführt.

Vorsicht im umgekehrten Fall:

Als Arbeitnehmer können Sie Vorgesetzte nicht direkt abmahnen! Wenn Sie Vertragsverstöße der Arbeitgeberseite anzeigen möchten, müssen Sie sich an die Personalabteilung wenden und dort eine Abmahnung einfordern.


Welche Fristen müssen bei einer Abmahnung berücksichtigt werden?

Während bei Kündigungen die Einhaltung von Fristen eine ganz besondere Rolle spielt, ist dieses Thema bei Abmahnungen bedeutungslos. Weder für die Aussprache noch beim Vorgehen gegen eine Abmahnung müssen Fristen eingehalten werden. Wer gegen eine Kündigung vorgehen will, muss diese binnen 3 Wochen gerichtlich anfechten, ansonsten wird sie rechtskräftig - und das selbst dann, wenn sie inhaltlich unwirksam war!


Sie wurden abgemahnt? - Jetzt zum Rechtsanwalt aus Wuppertal!

Rechtsanwalt Hans-Christian Reiter aus Wuppertal berät Sie rund um die Themen Abmahnung und Kündigung. Nehmen Sie am besten umgehend Kontakt zu unserer Kanzlei auf, wenn abgemahnt (evtl. sogar gekündigt) wurden oder wenn Sie als Arbeitgeber den Verhaltens-Verstoß gegen einen Arbeitnehmer rechtssicher rügen möchten. Anwaltlich fundierte Rechtsberatung auf Basis mehrjähriger Praxiserfahrung.